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Das Wunder des Korrekturlesens – The Wonder of Proofreading

4 Aug
Proofs und Dummy mit Kaffeetasse

Proofs und Dummy mit Kaffeetasse

Wenn fünf Erwachsene, gut bei Jörg und mir sollte man wohl besser von Ausgewachsenen sprechen, allesamt mit abgeschlossenem Hochschulstudium, einen Text gründlich auf Fehler durchlesen, sollte man meinen, dass sie 99% von verbesserungswürdigen Stellen finden. Sollte man meinen. Tatsächlich fanden wir auch bei der Wiederholung der Übung am schon korrigierten Text noch Fehler, die uns allen beim ersten Durchgang durch die Lappen gegangen sind.

When five grown ups, well, in Jörg’s and my case fully grown might be more appropriate, all of them having properly earned their degrees at university, go thoroughly over a text, one might assume that they find 99% of mistakes. One might assume it. Actually, when revising the revised text we found a couple of mistakes that we all missed the first time.

Es bedarf keiner weiteren Erwähnung, dass wir dieses Mal alle Fehler gefunden haben. Überraschenderweise hatten wir dann beim Übertragen der fertigen, korrigierten Druck-Dateien mächtige Probleme.

Needless to say that this time we found all the mistakes. Much to our surprise getting the corrected files to the printer prooved really difficult.

Am Montag, dem 1. August, begann Jörg mit der Übertragung auf den Server von Bestywell in Shenzhen, V.R. China. Wie schon beim letztenDurchgang war die Übertragungsrate langsam (bei 3 KB/sec können 50 MB schon mal dauern). Allerdings noch weniger stabil. Am Dienstag telefonierten wir des öfteren und suchten nach Alternativen. Filesharing bot sich an. Doch, wie ich vermutete, sind alle uns bekannten Filesharing Plattformen in China geblockt. Kaum denkbar, dass die Führung in Peking es zulassen würde, dass Menschen irgendwo auf der Welt eine Datei ins Web laden, die sich dann jemand in China ohne Kontrolle herunterladen kann. Für uns kaum vorstellbar, dass genau das nicht geht.

Last Monday, 1st August, Jörg began uploading the files to Bestywell’s server in Shenzhen, P. R. China. At the same painfully slow pace as the last time – at 3 KB/sec a file of 50 MB takes its time. This time the connection was less stable, though. So Tuesday, we discussed the situation over the phone a lot and started to look for alternatives. Filesharing would have been it – but not in China. Uploading a file, send the recipient a download link, recipient gets file: a terrifying thought for paranoid people. So all filesharing platforms we know are blocked in China.

Die einfachste Lösung fanden wir schließlich kurz bevor wir – wie beim ersten Datenversand – eine CD per Kurier auf die Reise schicken wollten. Unsere Kontaktperson bei der Druckerei kann ziehmliche Datenmengen als e-mail-Anhang empfangen.

The simple solution finally materialised hours before we were ready to send a CD with the files by express mail – like we finally did the first time. Our contact person in China mentioned she could receive really big e-mail attachments.

Und heute kurz vor 18 Uhr, also kurz vor Mitternacht chinesischer Zeit, hat unsere geduldige und bis spät in die Nacht arbeitende Ansprechpartnerin gemailt, dass sie alle Dateien hat und uns so schnell wie möglich die neuen pdfs zum Abnicken schickt.

And then tonight around 6 p.m., around midnight in China, our patient and hard working partner in Shenzhen mailed that she got all the files and will send the revised pdf files for approval as soon as possible.

Alle anderen Fragen sind inzwischen geklärt: Das Papier ist fest genug und der Inneneinband wird bedruckt, naja, die erste bedruckte Seite wird mit einer leern Zwischenseite in den Einband geleimt.

All remaining problems have been solved. The paper is thick enough and we get our printed inner sleeve, well, a printed page glued to an extra page, which will be glued to the inner sleeve.

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Fehler, Mistakes, Zuowu

28 Jul

Es ist schon wieder gut fünf Wochen her, dass der erste Dummy und die ersten Korrekturausdrücke aus China angekommen sind. Der Dummy, das Buch in Originalgröße und Originalpapier, aber unbedruckt, ließ uns gleich zweifeln, ob ein kartonierter Einband für die riesige Größe die optimale Wahl sei. Also bin ich damit in die Bad Dürkheimer Buchhandlung Frank gelaufen und habe mir professionellen Rat geholt. Das Verdikt: Hardcover.

Five weeks ago the postman delivered a battered package from China: the dummy and the proofs! The first look at the dummy made us think about the cover material again. The soft cover seemed too flimsy for the enormous size of the book. So I went to a local bookshop to get professional advice and the verdict was very clear: Hardcover!

Nächtliche Fehlersuche - proofreading at 3 a.m.

Nächtliche Fehlersuche - proofreading at 3 a.m.

Im Probeausdruck, der wirklich klasse aussieht, fanden sich, wie nicht anders zu erwarten, noch jede Menge Fehler. Die meisten haben wir natürlich nicht selbst gefunden. Glücklicherweise haben wir Hilfe. In einer eilig anberaumten Tag- und Nachtsitzung haben wir dann alle Fehler der ersten Runde ausgebessert, zwei Tafeln Schokolade und eine Tüte Chips dezimiert und viel zu viel Kaffee getrunken. Vermeintlich alle. Denn inzwischen ist der zweite Dummy und der zweite Satz Korrekturausdrück da und Jörg hat gleich noch ein paar Fehler gefunden. Ich hoffe, dass ich das Paket morgen in der Post habe, um auch noch mal drüber zu lesen.

In the proofs we found, not really surprisingly, a lot of mistakes. Well, we did not, but the enthusiastic people who offered their expertise.

men at work

men at work

Then Jörg and I put in a day and a night to correct all the mistakes, eat lots of chocolate, a packet of crisps and to have way too much coffee. Well, we thought we got them all. But the second proofs are far from flawless. Jörg already found seven or eight little things and I will screen the proofs as soon as I get them – hopefully tomorrow.

Mit der Entscheidung für Hardcover mussten wir auch beim Format minimale Zugeständnisse machen. Unser Wunschformat hätte nur in Handarbeit als Hardcover hergestellt werden können. Das hätte unser Budget gesprengt. Auch so reizen wir unsere finanziellen Möglichkeiten jetzt restlos aus.

The switch from soft- to hardcover necessitated a minor change in size. The original size was simply a few millimeters above the capacities of the printing machines. To do it maually would be too expensive. As it is we will burn our budget completely.

Ein paar Fragen müssen wir noch klären: Das Papier im Dummy wellt sich. Ist das beim fertig bedruckten und behandelten Papier nicht mehr so? Ein bedrucktes Innencover scheint schwierig zu sein, mal sehen, wie wir das lösen. Ansonsten schätze ich jetzt mal ganz optimistisch, dass wir in den kommenden Tagen alle Seiten freigeben können… und Dschibonka gedruckt wird!

A couple of problems have to be solved: the paper of the dummy starts to curl. Will that be different with the printed and finished paper? It seems to be a difficult issue to print the insides of the cover, we’ll see what solution might come up. But apart from all this we will be able to give the green light within the next few days and then Jibonka will finally be printed!